In einer sehr gut besuchten Informationsveranstaltung am Mittwochabend informierten die SPD-Ortsgruppe Großwinternheim und die SPD-Ortsbeiratsmitglieder die interessierten Eltern über die aktuelle Situation bezüglich neuer Kita. Dabei konnte Stadtratsmitglied Kurt Naujoks positive Neuigkeiten mitteilen. So hat die zuständige Dezernentin Bürgermeisterin Breyer ihren ursprünglichen Plan korrigiert und wird statt nur 30 Plätze nun 37 Plätze (ein Plus von mehr als 20%!) in der neuen Kita anbieten. „Es hat sich gelohnt, dass wir hier hartnäckig geblieben sind“, freut sich Christian Lebert, Sprecher der SPD-Ortsbeiratsmitglieder. Des Weiteren wurde die Möglichkeit in Betracht gezogen eine dritte Gruppe im Bewegungsraum unterzubringen, wenn die 37 Plätze nicht ausreichen sollten. Auch ein Ausweichen auf freie Plätze in Oberingelheim sei möglich. Diesbezüglich wurde festgestellt, dass die Bedarfsplanung der Stadt und des Kreises bei Kita-Plätzen in Ober-Ingelheim nicht übereinstimmen. Die Stadt zählt im Gegensatz zum Kreis auch die Kitas St. Michael und Paul-Clemen-Straße zu Oberingelheim. Dies soll nun gemeinsam mit dem Kreis vereinheitlicht werden, wobei für die Großwinternheimer Eltern nur die Burgkirche, Kindergemeinschaftshaus Süd und Mütze zu Oberingelheim zählen sollten. „Wir erwarten hier mehr Klarheit und Nachvollziehbarkeit. Man sei deshalb weiterhin skeptisch, ob der Bedarf in Großwinternheim tatsächlich mit der erforderlichen Qualität sichergestellt sei, werde dies weiter beobachten und sich gegebenenfalls erneut einmischen“, so Naujoks. Dass sich das reale Anmeldeverhalten in den letzten Jahren nicht mit den berechnenden Bedarfen deckt, war für die Eltern leicht zu erklären und lag am Zustand der Räumlichkeiten in der alten Kita. Im Laufe der Veranstaltung kamen außerdem zahlreiche Anregungen zur Verbesserung der Anmeldeprozeduren und der Kommunikation von Seiten der Eltern. Diese wurden aufgenommen und werden nun an die entsprechenden Stellen in der Verwaltung weitergegeben.

Der Vorsitzende der Ingelheimer SPD-Stadtratsfraktion Norbert Külzer dankte den Großwinternheimer Genossen für ihr erfolgreiches Engagement. „Das ist gelebte Kommunalpolitik: Sorgen und Anliegen der Bürger aufnehmen und verstehen, gemeinsam nach Lösungen suchen und Verbesserungen herbeiführen. In der nächsten Stadtratssitzung am 11. Dezember wird unser Antrag auf eine dritte Gruppe behandelt und unsere Anfrage zum Planungsprozess Kita Großwinternheim beantwortet. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sich aus der Beantwortung weitere Ansatzpunkte für Verbesserungen im Planungsprozess ergeben werden“, erklärte Külzer abschließend.