„Es ist geschafft“ so Angela Sgro nach der Stadtratssitzung. „Viel Arbeit, viele Diskussionen und vor allem Hartnäckigkeit an den richtigen Stellen, hat dazu geführt, dass wir nun ein wirklich gutes Ergebnis erzielen konnten“ so Sgro weiter.

Zwei Anträge der SPD-Fraktion haben zu Verbesserungen für viel Ingelheimer und Ingelheimerinnen geführt. „Der Vorgänger des Ingelheim-Passes, der Sozialausweis, wurde von sehr wenigen Menschen genutzt, das wollten wir ändern“ erinnert sich Sybille Schäfer. „Wir wollten Teilhabe wirklich ermöglichen“ ergänzt Sgro.

Ab April 2019 können deutlich mehr Menschen den Ingelheim-Pass nutzen, weil der Kreis der Begünstigten erheblich erweitert wurde. Gerade Familien profitieren hier besonders. Familien, die den Kinderzuschlag erhalten, Familien, die einen Anspruch auf Lernmittelfreiheit haben und Familien, die aufgrund ihrer Einkommenssituation keinen oder den niedrigsten Kindergartenbeitrag zahlen, können den Ingelheim-Pass ebenso beantragen, wie nun auch Wohngeldempfänger sowie Studenten und Auszubildende im BAföG-Bezug.

„Doch das ist bei Weitem noch nicht alles“ erzählt Sgro weiter. „Es ist uns auch gelungen, im Rat eine Mehrheit für die Ausweitung der Nutzungsmöglichkeiten zu gewinnen. Kinobesuche und kulturelle Veranstaltungen von Ingelheimer Vereinen sind nur zwei der vielen neuen Möglichkeiten“.

„Was jetzt noch fehlt, sind die Antragsteller und Antragstellerinnen, die wollen wir jetzt motivieren den Antrag, der recht unkompliziert bei der Stadtverwaltung gestellt werden kann, auch zu stellen und das neue Instrument der Teilhabe zu nutzen. Denn die finanzielle Unterstützung ist“ laut Schäfer „wirklich toll.“ “Eintrittspreise von bis zu 26,- € werden zu 100% bezuschusst und sind somit für den Karteninhaber völlig kostenlos“ berichtet Sgro weiter. „Veranstaltungen zu höheren Preisen werden immer noch mit 50% bezuschusst. Einzige Voraussetzung ist, dass sie in Ingelheim stattfinden“ ergänzt Sgro.