Schäfer stellt Schutz Kritischer Infrastrukturen in den Mittelpunkt

12. Jan. 2026 | Allgemein

Der großflächige Stromausfall in Berlin zeigt eindrücklich, wie verletzlich selbst moderne Städte sind. Wenn Energieversorgung, Kommunikation oder Sicherheitssysteme ausfallen, geraten nicht nur Haushalte, sondern auch zentrale Einrichtungen schnell an ihre Grenzen. Für die Oberbürgermeisterkandidatin Sybille Schäfer steht fest: Kommunen müssen deutlich stärker vorsorgen.

„Der Schutz Kritischer Infrastrukturen inklusive der Kitas und Schulen ist keine abstrakte Aufgabe des Bundes – er beginnt hier vor Ort“, betont die Kandidatin. Städte wie Ingelheim seien die erste Ebene, die im Ernstfall reagieren müsse. Deshalb brauche es klare Risikoanalysen, robuste Notfallpläne und regelmäßige Übungen mit allen relevanten Akteuren.

Besonders im Fokus stehen vulnerable Gruppen wie Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderung sowie Kinder in Bildung und Betreuung. Einrichtungen, die diese Menschen schützen, müssten im Krisenfall unterstützt werden. „Wer Verantwortung trägt, muss insbesondere sicherstellen, dass diejenigen geschützt werden, die sich nicht selbst schützen können“, so die Kandidatin weiter. Gerade in Krisensituationen muss der Schutz für alle Einwohnerinnen und Einwohner unserer Stadt gewährleistet sein.

Sie bittet die Stadtverwaltung darzustellen, welche Maßnahmen bereits umgesetzt wurden und welche Schritte geplant sind, um die Resilienz der lokalen Infrastruktur zu stärken. Dazu gehören technische Sicherungen, organisatorische Vorsorge und eine enge Zusammenarbeit mit privaten Betreibern.

Schäfer: Ich möchte, sollte ich in Verantwortung kommen, frühzeitig und bestens bis Ende 2027 mit dem neu zu bildenden Amt für Katastrophen-, Brand und Zivilschutz einen integrierten Notfallplan für Ingelheim entwickeln. Das heißt ein Konzept, das alle möglichen Gefahren – von Strom- und Wasserversorgung über Hochwasser und Extremwetter bis hin zu Bedrohungen durch Amok oder Terror – erhebt und bewertet, die Verantwortungen festlegt sowie Ansprechpartner identifiziert. Außerdem sollten bestehende Pläne überprüft, integriert und baldmöglichst erste Schritte für alle Fälle fixiert werden, die die Stadt in einem Notfall handlungs- und kommunikationsfähig halten.

Absolute Sicherheit gibt es nicht – gute Vorbereitung und schnelles Handeln hingegen schon.“

Schäfer bekräftigt ihr Engagement, die Stadt krisenfest und zukunftssicher zu gestalten.