„Wir haben uns einstimmig für die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf den Allmendfeldern ausgesprochen und begrüßen diese Initiative seitens der Rheinhessischen, des Mitgesellschafters Thüga und des Oberbürgermeisters“, erläutert der Fraktionsvorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion Norbert Külzer das Ergebnis einer außerordentlichen Fraktionssitzung, die im Juli stattfand.

„Der Klimaschutz hat höchste Priorität und mit der Erstellung dieses Solarparks wäre es möglich, gemeinsam mit den Windenergieanlagen auf dem Kandrich bilanziell den Stromverbrauch von allen privaten Haushalten regenerativ zu erzeugen und damit unserem Ziel der Null-Emissionsstadt ein großes Stück näher zu kommen“ erläutert Külzer.

„Auf dem 85 ha großen städtischen Gelände auf dem Mainzer Berg könnten, so das Ergebnis erster Prüfungen, ca. 45ha für einen Solarpark genutzt werden, was rechnerisch eine Einsparung von bis zu 30.000t CO2 pro Jahr ergibt“ ergänzt der SPD-Vorsitzende Dominik Brill und macht deutlich: „Klimaschutz ist ein globales Thema, aber alle – auch wir in der kommunalen Verantwortung – sind aufgefordert uns zu engagieren. Und die Phovoltaikanlage könnte ein Beitrag der Stadt Ingelheim sein.“

„Selbstverständlich müssen alle aufkommenden Fragen offen und transparent geprüft und geklärt werden. Aber der Solarpark bietet die Möglichkeit innerhalb kurzer Zeit einen maßgeblichen Beitrag zur Energiewende – weg von der Kohle, hin zu regenerativen Energiequellen – zu leisten. Wenn wir es ernst meinen mit dem Bekenntnis zur „Null-Emissions-Stadt“, dann muss eine solche Chance genutzt werden. „Deshalb sind wir grundsätzlich von dieser Idee überzeugt“, sind sich die beiden Kommunalpolitiker einig. 

„In der bisherigen Berichterstattung wurden insbesondere die Beeinträchtigung von Boden und Natur, des Landschaftsbildes und der Verlust der Naherholungsfunktion als Argumente gegen einen Solarpark vorgebracht. Ein natürlicher oder gezielt ausgewählter Bewuchs unterhalb der PV-Module ist jedoch weiterhin möglich ist. Die Verwendung von bifacialen PV-Modulen gestattet zudem eine definierte Lichtdurchlässigkeit und verhindert somit eine übermäßige Verschattung. Es findet also keine „Versiegelung“ der Flächen statt, das Austrocknen der Böden durch direkte Sonneneinstrahlung wird verhindert, Bodenerosion durch gezielten Ablauf von Regenwasser bzw. bei Starkwindereignissen minimiert. Durch die zusätzliche Anlage von Heckenstreifen, durch Wiederbewaldung etc. kann die Sichtbarkeit der PV-Anlage und damit die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes wirksam minimiert und die Naherholungsfunktion sogar verbessert werden. Blühwiesen unter den PV-Modulen sind ebenso möglich und üblich – auch in Kombination mit der Ansaat spezieller Arten für Insektenvielfalt und/oder für Beweidung durch Schafe. Auch Konzepte für Ackerbau und Humusbildung unter den PV-Modulen werden bereits erforscht“, führt Külzer weiter aus.

„Wir hoffen, dass sich am Ende des nun beginnenden Diskussionsprozesses im Stadtrat eine Mehrheit zur Umsetzung finden lässt,  ganz im Sinne von „global denken, lokal handeln“ zum Schutz unserer Umwelt“, befürworten Brill und Külzer dieses Projekt, das für eine Kommune wie Ingelheim einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann und so hilft die Ressourcen für die Zukunft der nachfolgenden Generationen zu erhalten. 

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